Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG

Trinkwasser ist das wichtigste und am besten kontrollierte Lebensmittel. Trinkwasser bedeutet Leben.

Die Versorger vor Ort wie die Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) leisten deshalb ein wichtiges Stück Daseinsvorsorge, indem sie die zuverlässige Versorgung mit bestem Trinkwasser sicherstellen.

Rund 30 Prozent des Gesamtwasserbedarfs bezieht  die EVL aus dem 1902 errichteten Wasserwerk in Rheindorf. Dort findet sich ein natürlicher und reichhaltiger Grundwasservorrat, der aus den höher gelegenen Gebieten des Bergischen Landes gespeist wird und durch Kies- und Sandschichten natürlich gefiltert und gereinigt wird.
Den Großteil des Trinkwassers bezieht die EVL direkt aus dem Bergischen Land: Über 60 Prozent des Wasserbedarfs werden seit Oktober 1988 aus der Großen Dhünn-Talsperre nahe Dabringhausen (Rheinisch-Bergischer Kreis) bezogen. Bevor das Trinkwasser aus der rund 17 Kilometer entfernten Großen Dhünn-Talsperre im EVL-Wasserturm in Leverkusen-Bürrig ankommt, wird es bereits kontrolliert und aufbereitet.

GEMEINSAM FÜR DEN GEWÄSSERSCHUTZ

Damit das im Wasserwerk Rheindorf gewonnene Trinkwasser bedenkenlos getrunken werden kann, setzt der Schutz des dafür benötigten Grundwassers früh an: auf den Feldern rund um die Stadt. Denn in Leverkusen ist der Grundwasserschutz seit Jahrzehnten ein gemeinsames Anliegen von Landwirten und EVL. Seit 1982 arbeiten EVL und Landwirte im Wasserschutzgebiet Leverkusen-Rheindorf für den Gewässerschutz zusammen. 1993 wurde offiziell die „Kooperation Gewässerschutz Rheinschiene Süd“ gegründet.

„Wir arbeiten zusammen daran, dass so wenig Düngemittelrückstände wie möglich ins Grundwasser gelangen“, sagt Alexander Boßhammer, der seitens der EVL für die Kooperation zuständig ist.

Die Trinkwasserverordnung legt fest, dass ein Liter Trinkwasser höchstens 50 Milligramm Nitrat enthalten darf. Ein Wert, der bis in die 1990er Jahre in weiten Teilen Deutschlands deutlich überschritten wurde. Dass die Werte seitdem in Leverkusen deutlich besser wurden und heute ab Ausgang Wasserwerk Rheindorf um mehr als 50 Prozent unter denen von vor 25 Jahren liegen, ist der Kooperation von Landwirtschaft und EVL zu verdanken.

„Bis die Nitrat-Rückstände über das Grundwasser im Wasserwerk ankommen, dauert es Jahre“,
sagt Alexander Boßhammer. „Deshalb ist es wichtig, immer weiter an den verschiedenen Projekten zu arbeiten.“ Neben der intensiven Beratung zählt dazu beispielsweise die Flächen-Extensivierung: Seit 2006 zahlt die EVL eine Entschädigung an Landwirte, die auf ihren Äckern ohne zu düngen Gras wachsen lassen.

Den Verdienstausfall gegenüber der Bepflanzung mit Rüben oder Getreide berechnet jedes Jahr die Landwirtschaftskammer. So wurden in den vergangenen Jahren rund 36 Hektar Fläche für den Grundwasserschutz in den zeitweiligen Ruhestand geschickt. Andere Maßnahmen sind die Entschädigung beim Zwischenfruchtanbau im Winter, die Einrichtung eines geschlossenen Bewässerungssystems in Gewächshäusern oder die biologische Schädlingsbekämpfung durch das Aussetzen natürlicher Fressfeinde.

Wie wichtig dieses gemeinsame Engagement ist, zeigt die aktuelle politische Diskussion:Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass bis spätestens 2027 das Grundwasser flächendeckend in einen guten ökologischen Zustand überführt werden muss. In Leverkusen arbeiten EVL und Landwirtschaft dafür bereits erfolgreich Hand in Hand.